Was man wissen sollte - Wildtiere

  • Eichhörnchen
  • Die Mutter holt die Jungen erfahrungsgemäß nur dann nicht zurück, wenn die Jungtiere stark unterkühlt oder verletzt sind. Ist ein Jungtier verletzt oder wirkt sehr geschwächt und apathisch, sollte es mitgenommen und bei einem Tierarzt bzw. in einer Auffangstelle versorgt werden.

    Eichhörnchen beim Knacken einer Nuss

    Man darf (im Notfall) Eichhörnchen-Findelkinder anfassen, die Mutter lehnt es deswegen nicht ab. Um die Rückführung zu versuchen, stellt man das Jungtier geschützt in einem Karton mit Tüchern (und ggf. einer Wärmflasche) in die Nähe des Fundortes.

    Die Nahrung der Eichhörnchen besteht aus Knospen, jungen Trieben und Blätter, Nüsse, Tannen- und Kiefernzapfen, Beeren und auch Pilze.

    Im Herbst beginnen sie ihre Wintervorräte anzulegen.

    Weitere Informationen findet man auf http://eichhoernchen-notruf.com.

  • Rehe und Feldhasen
  • Nach dem Säugen verlässt die Rehmutter ihr Kitz. So verhindert sie, dass potenzielle Feinde auf das Jungtier aufmerksam werden. Es ist daher völlig normal, wenn man ein alleingelassenes Rehkitz findet.

    Reh mit Kitz

    Ein weiterer wichtiger Schutz ist der fehlende Eigengeruch. Das ist auch der Grund, weshalb man die Jungtiere nicht berühren darf. Das Kitz würde den Menschengeruch annehmen und so von der Mutter verstoßen werden.

    Feldhase

    Auch Feldhasenmütter lassen ihre Babies alleine und kommen nur zweimal am Tag zum Säugen. Durch seinen noch nicht vorhandenen Eigengeruch ist der Nachwuchs sehr gut vor Fressfeinden geschützt.

    Wenn Sie ein Feldhasenbaby auch nur einmal kurz anfassen, nimmt es Ihren Geruch an und wird von seiner Mutter nicht mehr angenommen. Oft werden junge Feldhasen aus falsch verstandenem Mitleid mitgenommen und mit der Hand aufgezogen, obwohl ihre Überlebenschancen um ein Vielfaches höher sind, wenn man sie bei ihrer Mutter belässt.

    Sowohl für Rehe und auch für Hasen gilt: Handlungsbedarf besteht nur, wenn das Jungtier tatsächlich verletzt ist - ansonsten NICHT BERÜHREN!!!

  • Igel
  • Igel sind Insektenfresser und ernähren sich hauptsächlich von Käfern, Larven, Regenwürmern, Schnecken und Spinnen. Sie halten einen Winterschlaf - daher ist es gut, schon im Herbst im Garten an ungestörten Stellen Gestrüpp und Laubhaufen als Winterquartiere anzulegen.

    Igelmutter und -baby

    Wie für die meisten Wildtiere gilt auch für Igel - nicht einfach mitnehmen! Ausnahmen sind:

    liegt apathisch herum und rollt sich nicht ein,

    ist verletzt,

    alleingelassene Igelbabys,

    ist bei Schnee oder Frost noch aktiv,

    das für den Winterschlaf notwendige Gewicht von 750g kann bis Oktober nicht mehr erreicht werden.

    Weitere Informationen sind unter http://www.igelhilfe.net zu finden.

  • Vögel
  • Findet man einen Jungvogel, sollte man sich von dem Tier entfernen und beobachten, ob die Eltern zurückkommen. Handlungsbedarf besteht nur, wenn der Kleine verletzt ist, oder die Eltern ihn nicht mehr versorgen.

    Igelmutter und -baby

    Ausnahmen sind ganz junge, federlose Tiere, die im Idealfall zurück ins Nest gesetzt werden. Wenn das nicht möglich ist, sollte man sie mitnehmen und sich um sie kümmern.

    Braucht ein Jungvogel Hilfe, muss man besonders darauf achten, dass er warm gehalten wird. Tagsüber bekommt der Kleine stündlich Futter (Regenwürmer oder Insekten). Wasser verabreicht man - wenn überhaupt - nur tröpfchenweise auf die Schnabelspitze.

    Vögel werden prinzipiell in Insektenfresser und Körnerfresser eingeteilt: Insektenfresser haben eher einen dünnen, spitzen Schnabel, Körnerfresser einen breiten, kräftigen.